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Das Buch

Wir leben in einem Thriller. Nie waren wir so vielen potenziellen Schrecknissen gleichzeitig ausgesetzt wie heute. Wenn wir also dem Klimaschutz vorübergehend unsere Aufmerksamkeit entzogen haben, um eine Pandemie zu besiegen, ist das schlichtweg menschlich. Was nichts daran ändert, dass der Klimawandel die größte existenzielle Bedrohung unserer Geschichte darstellt, und ebenso wenig wie ein Virus lässt er mit sich reden. Zeit, zurück ins Handeln zu finden.

Wissenschaftlich fundiert, spannend und nie ohne Humor entwirft Frank Schätzing verschiedene Szenarien unserer Zukunft, in denen wir mal versagt, mal obsiegt haben. Wir lernen die Protagonisten und Antagonisten kennen, Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Aktivisten, Leugner und Verschwörungstheoretiker, bevor der Autor den Blick aufs Panorama des Machbaren öffnet, auf die Vielzahl unserer Optionen und gar nicht so fernen Superlösungen.
»Was, wenn wir einfach die Welt retten?« ist ein Plädoyer für Mut und Zuversicht. Wir können die Herausforderung meistern, wenn wir nur wollen: mit Wissen, Willenskraft, positivem Denken, Kreativität, der Liebe zu unserem Planeten und ein bisschen per­sönlichem Heldentum, wie man es im Thriller braucht.

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Frank Schätzing
Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise
336 Seiten
Hardcover
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00201-0
Erschienen am 15. April 2021

Leseprobe

Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Buch schreiben, einen Thriller. Dann dachte ich: Wir sind in einem Thriller. Sie und ich. Nicht als Leser und Autor. Als Akteure.

Besagter Thriller schreibt sich seit Menschengedenken fort und wechselt dabei immer wieder den Titel. Aktuell heißt er Klimakrise. Pandemie. Digitalisierung. Terror. In der Vergangenheit hieß er Kalter Krieg, Wettrüsten, davor Zweiter Weltkrieg, Erster Weltkrieg, Dreißigjähriger Krieg, Hexenverfolgung, Pest, Sintflut, Vertreibung aus dem Paradies, um nur einige zu nennen. Neue Titel sind annonciert. Kleiner Vorgeschmack? Supermeteorit, Herrschaft der Maschinen, In­vasion Außerirdischer oder schlicht Überbevölkerung.

Nicht nur Deutsche, aber ganz besonders Deutsche, lieben eher Krimis. Leichen und Ermittler sind hierzulande noch beliebter als Golden Retriever und Fernsehköche. Nicht, dass wir blutrünstig wären. Wir mögen es nur einfach, die aus den Fugen geratene Welt wieder in Ordnung gebracht zu sehen. Anders als beim Thriller steht beim Krimi die Eskalation am Anfang. Jemand wird gemeuchelt, Verdächtige marschieren auf, wo waren Sie gestern Abend, die Schlinge zieht sich zu, Showdown, Fall abgeschlossen. Nichts beruhigt so wie ein schöner Krimi.

Thriller funktionieren andersrum. Am Anfang steht Nor­malität. Heile kleine Welt. Familie, Nachbarn, Freunde. Dann bricht etwas ein. Unheimlich, unerklärlich. Die Ordnung erodiert, und je weiter das Ganze voranschreitet, desto schlim­mer wird es. Sicher geglaubte Strukturen zerfallen. Gewissheiten enden, Vertrautes wendet sich gegen uns. Thriller erzählen vom Kontrollverlust. Bei Roland Emmerich pflegt das im Weltuntergang zu enden. Ich teile diese Freude am Zerdeppern. Es macht Spaß, Städte auszulöschen und Un­geheuer auf die Menschheit loszulassen. In der Literatur, im Film ist es ein Spiel mit dem Unvorstellbaren: Was wären wir in der Lage, zu ertragen? Was macht die Katastrophe, der Zu­sammenbruch mit uns? Bleiben wir solidarisch? Wie dünn ist die Decke der Zivilisation, wie nah der Mensch am Monster?

Das herauszufinden, kann unterhaltsam sein, aber auch ziemlich erschreckend. Kommt man der Wirklichkeit zu nahe, greift sie kalt nach einem. Vielleicht haben Sie den Viren­Thriller ›Contagion‹ gesehen. Die Pandemie wird am Ende eingedämmt, aber der Film entlässt einen nicht gerade mit ei­nem Gefühl der Beruhigung. Thriller sind perfide. Sie stellen die Ordnung nur scheinbar wieder her. Die Bedrohung bleibt. Im Falle von ›Das Schweigen der Lämmer‹ können wir die­ses Gefühl sogar genießen. Wir wollen Hannibal Lecter zwar nicht persönlich begegnen, ihn aber unbedingt wiedersehen. Die Chance, so einem ins Messer zu laufen, geht im echten Leben schließlich gegen null. In Steven Spielbergs Verfilmung des H.­G.­Wells­Klassikers ›Krieg der Welten‹ geht es um Au­ßerirdische. Nicht unser drängendstes Problem und auf der Skala prospektiver Bedrohungen noch Lichtjahre hinter Han­nibal the Cannibal, dennoch hat der Film viele Menschen ver­stört. Die Aliens entfesseln einen gnadenlosen Genozid. Wir haben ihnen nichts entgegenzusetzen. Der Held ist ganz unheldenhaft auf der Flucht und kaum imstande, seine Kinder zu beschützen. Durch ihn erleben wir das Gefühl völligen Ausgeliefertseins.

Warum erzähle ich Ihnen das?

Hörprobe aus Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise

Videos

Eine Stunde ZEIT mit Frank Schätzing - im Gespräch mit Christiane Grefe

Frank Schätzing im Gespräch mit Thomas Böhm/ radioeins

Frank Schätzing im Gespräch mit ttt (Beitrag, ARD)

Frank Schätzing über die Klimakrise bei maybrit illner (ZDF)

Pressestimmen

  • "Schätzing drängt auf energisches Handeln im Kampf gegen die Klimakrise, scheut dabei vor kontroversen Vorschlägen nicht zurück. Unterhaltsam und komisch ist es auch noch." – Welt am Sonntag
  • »Typisch Schätzing: klug, oft überraschend, immer überzeugend, niemals dogmatisch und dabei enorm unterhaltsam.« – Donna
  • »Er nennt den Klimawandel die größte existenzielle Bedrohung unserer Geschichte und schreibt über ihn, wie er einen Thriller schreibt: spannend, überdreht und manchmal atemlos.« – Hannoversche Allgemeine Zeitung
  • »Je packender ihm das Erzählen gelinge, desto eher höre man ihm zu – und es gelingt, auch dank seines Talents für das Verknüpfen von Wissen, Spannung und Humor.« – Kölner Stadtanzeiger
  • »Er geißelt skrupellosen Lobbyismus und Politikversagen, lobt Fridays for Future, sinniert über ›die richtige Art Wachstum‹ [...] und gibt nützliche Hinweise.« – Badische Zeitung
  • „Frank Schätzings Bücher sind gedrucktes Kino.“ – Focus

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Platz 3 SPIEGEL-Bestsellerliste

Der Pageturner zur Klimakrise - wissenschaftlich fundiert und spannend wie ein Thriller.
Der Klimawandel ist eine Menschheitskrise. Wer sonst kann sie lösen als die Menschheit: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, jede und jeder Einzelne. Nur gemeinsam schaffen wir das, und nie standen uns atemberaubendere Möglichkeiten zur Verfügung, waren wir global handlungsfähiger. Ein Mädchen mit einem Pappschild konnte eine Klimarevolution auslösen. Ein neues Team im Oval Office ändert den Kurs des mächtigsten Landes der Welt. Hochtechnologie, Bürgerengagement, Vernetzung, alles ist da. Wir haben keinen Ideenstau – wir stecken im Umsetzungsstau.
Fundiert und packend erzählt Frank Schätzing vom Klimawandel, entwirft Zukunftsszenarien, zeigt die Vielzahl unserer Optionen auf und was jetzt geschehen muss, damit doch noch alles gut wird – und vielleicht sogar besser als zuvor.

Frank Schätzing
Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise
336 Seiten
Hardcover
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00201-0
Erschienen am 15. April 2021

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