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Das Buch

Wir sind in einem Thriller. Sie und ich. Nicht als Leser und Autor. Als Akteure. Besagter Thriller schreibt sich seit Menschengedenken fort und wechselt dabei immer wieder den Titel. Aktuell heißt er Klimakrise. Pandemie. Digitalisierung. Terror. In der Vergangenheit hieß er Kalter Krieg, Wettrüsten, davor Zweiter Weltkrieg, Erster Weltkrieg.

Doch nie waren wir so vielen potenziellen Schrecknissen gleichzeitig ausgesetzt wie heute. Falls Sie also dem Klimaschutz vorübergehend Ihre Aufmerksamkeit entzogen hatten, um mit einer Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine zurechtzukommen, ist das schlichtweg menschlich. Was nichts daran ändert, dass der Klimawandel die wohl größte existenzielle Bedrohung unserer Geschichte darstellt, und ebenso wenig wie ein Virus lässt er mit sich reden. Zeit, zurück ins Handeln zu finden. Die gute Nachricht ist: Wir können die Herausforderung meistern. Mit Wissen, Willenskraft, positivem Denken, Kreativität, der Liebe zum Leben auf unserem Planeten und ein bisschen persönlichem Heldentum, wie man es im Thriller braucht.

Wissenschaftlich fundiert, spannend und nie ohne Humor entwirft Frank Schätzing verschiedene Szenarien unserer Zukunft, in denen wir mal versagt, mal obsiegt haben. Wir lernen die Protagonisten und Antagonisten kennen, Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, begegnen Aktivisten, Leugnern und Verschwörungstheoretikern, bevor sich der Blick auf das überwältigende Panorama des Machbaren öffnet und der Autor Wege aufzeigt, wie wir der Klimafalle entkommen und alles doch noch gut, nein, besser werden kann. Die Welt zu retten ist möglich – wenn wir nur wollen.

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Frank Schätzing
Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise
336 Seiten, Hardcover, erschienen am 15. April 2021
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00201-0

Die aktualisierte Neuausgabe im Taschenbuch erscheint am 6. Oktober 2022
368 Seiten
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-00393-2

Leseprobe

Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Buch schreiben, einen Thriller. Dann dachte ich: Wir sind in einem Thriller. Sie und ich. Nicht als Leser und Autor. Als Akteure.

Besagter Thriller schreibt sich seit Menschengedenken fort und wechselt dabei immer wieder den Titel. Aktuell heißt er Klimakrise. Pandemie. Digitalisierung. Terror. In der Vergangenheit hieß er Kalter Krieg, Wettrüsten, davor Zweiter Weltkrieg, Erster Weltkrieg, Dreißigjähriger Krieg, Hexenverfolgung, Pest, Sintflut, Vertreibung aus dem Paradies, um nur einige zu nennen. Neue Titel sind annonciert. Kleiner Vorgeschmack? Supermeteorit, Herrschaft der Maschinen, In­vasion Außerirdischer oder schlicht Überbevölkerung.

Nicht nur Deutsche, aber ganz besonders Deutsche, lieben eher Krimis. Leichen und Ermittler sind hierzulande noch beliebter als Golden Retriever und Fernsehköche. Nicht, dass wir blutrünstig wären. Wir mögen es nur einfach, die aus den Fugen geratene Welt wieder in Ordnung gebracht zu sehen. Anders als beim Thriller steht beim Krimi die Eskalation am Anfang. Jemand wird gemeuchelt, Verdächtige marschieren auf, wo waren Sie gestern Abend, die Schlinge zieht sich zu, Showdown, Fall abgeschlossen. Nichts beruhigt so wie ein schöner Krimi.

Thriller funktionieren andersrum. Am Anfang steht Nor­malität. Heile kleine Welt. Familie, Nachbarn, Freunde. Dann bricht etwas ein. Unheimlich, unerklärlich. Die Ordnung erodiert, und je weiter das Ganze voranschreitet, desto schlim­mer wird es. Sicher geglaubte Strukturen zerfallen. Gewissheiten enden, Vertrautes wendet sich gegen uns. Thriller erzählen vom Kontrollverlust. Bei Roland Emmerich pflegt das im Weltuntergang zu enden. Ich teile diese Freude am Zerdeppern. Es macht Spaß, Städte auszulöschen und Un­geheuer auf die Menschheit loszulassen. In der Literatur, im Film ist es ein Spiel mit dem Unvorstellbaren: Was wären wir in der Lage, zu ertragen? Was macht die Katastrophe, der Zu­sammenbruch mit uns? Bleiben wir solidarisch? Wie dünn ist die Decke der Zivilisation, wie nah der Mensch am Monster?

Das herauszufinden, kann unterhaltsam sein, aber auch ziemlich erschreckend. Kommt man der Wirklichkeit zu nahe, greift sie kalt nach einem. Vielleicht haben Sie den Viren­Thriller ›Contagion‹ gesehen. Die Pandemie wird am Ende eingedämmt, aber der Film entlässt einen nicht gerade mit ei­nem Gefühl der Beruhigung. Thriller sind perfide. Sie stellen die Ordnung nur scheinbar wieder her. Die Bedrohung bleibt. Im Falle von ›Das Schweigen der Lämmer‹ können wir die­ses Gefühl sogar genießen. Wir wollen Hannibal Lecter zwar nicht persönlich begegnen, ihn aber unbedingt wiedersehen. Die Chance, so einem ins Messer zu laufen, geht im echten Leben schließlich gegen null. In Steven Spielbergs Verfilmung des H.­G.­Wells­Klassikers ›Krieg der Welten‹ geht es um Au­ßerirdische. Nicht unser drängendstes Problem und auf der Skala prospektiver Bedrohungen noch Lichtjahre hinter Han­nibal the Cannibal, dennoch hat der Film viele Menschen ver­stört. Die Aliens entfesseln einen gnadenlosen Genozid. Wir haben ihnen nichts entgegenzusetzen. Der Held ist ganz unheldenhaft auf der Flucht und kaum imstande, seine Kinder zu beschützen. Durch ihn erleben wir das Gefühl völligen Ausgeliefertseins.

Warum erzähle ich Ihnen das?

Hörprobe aus Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise

Videos

Eine Stunde ZEIT mit Frank Schätzing - im Gespräch mit Christiane Grefe

Frank Schätzing im Gespräch mit Thomas Böhm/ radioeins

Frank Schätzing im Gespräch mit ttt (Beitrag, ARD)

Frank Schätzing über die Klimakrise bei maybrit illner (ZDF)

Pressestimmen

  • »Schätzings neues Buch provoziert die deutscheste aller Fragen: Darf der das? Als Thrillerautor ein spannendes, verständliches und zur Änderung unserer Routinen motivierendes Sachbuch über den Klimawandel schreiben? Schätzing darf das. Er kann das nämlich.« – Denis Scheck, Tagesspiegel

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»Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise« ist überall im Buchhandel erhältlich.

Amazon Thalia Hugendubel Osiander

Der Pageturner zur Klimakrise: Die aktualisierte Neuausgabe im Taschenbuch mit einem neuen Vorwort erscheint am 6. Oktober 2022!

Wir sind in einem Thriller. Sie und ich. Nicht als Leser und Autor. Als Akteure. Besagter Thriller schreibt sich seit Menschengedenken fort und wechselt dabei immer wieder den Titel. Aktuell heißt er Klimakrise. Pandemie. Digitalisierung. Terror. In der Vergangenheit hieß er Kalter Krieg, Wettrüsten, davor Zweiter Weltkrieg, Erster Weltkrieg.

Doch nie waren wir so vielen potenziellen Schrecknissen gleichzeitig ausgesetzt wie heute. Falls Sie also dem Klimaschutz vorübergehend Ihre Aufmerksamkeit entzogen hatten, um mit einer Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine zurechtzukommen, ist das schlichtweg menschlich. Was nichts daran ändert, dass der Klimawandel die wohl größte existenzielle Bedrohung unserer Geschichte darstellt, und ebenso wenig wie ein Virus lässt er mit sich reden. Zeit, zurück ins Handeln zu finden. Die gute Nachricht ist: Wir können die Herausforderung meistern. Mit Wissen, Willenskraft, positivem Denken, Kreativität, der Liebe zum Leben auf unserem Planeten und ein bisschen persönlichem Heldentum, wie man es im Thriller braucht.

Wissenschaftlich fundiert, spannend und nie ohne Humor entwirft Frank Schätzing verschiedene Szenarien unserer Zukunft, in denen wir mal versagt, mal obsiegt haben. Wir lernen die Protagonisten und Antagonisten kennen, Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, begegnen Aktivisten, Leugnern und Verschwörungstheoretikern, bevor sich der Blick auf das überwältigende Panorama des Machbaren öffnet und der Autor Wege aufzeigt, wie wir der Klimafalle entkommen und alles doch noch gut, nein, besser werden kann. Die Welt zu retten ist möglich – wenn wir nur wollen.

Frank Schätzing
Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise
336 Seiten, Hardcover, erschienen am 15. April 2021
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00201-0

Die aktualisierte Neuausgabe im Taschenbuch erscheint am 6. Oktober 2022
368 Seiten
Verlag Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-00393-2

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